3. Teil đđ€
SardinienÂ
Vom Norden bis in den SĂŒden
Stationen
Der NordenÂ
Vignola Mare - nach Santa Teresa di Gullura (Strand) - Capo Testa (Verbot fĂŒr Womo)Â
Costa Paradiso - ĂŒber Paduletta - Aggiua und Â
Tempio PausĂĄnia - Bulzi (SS 127)
đ
31. AugustÂ
SANTA TERESAÂ Â Â
Lebendiger Urlaubsort und StrandÂ
nahe dem Capo Testa
Wir drehten eine Ehrenrunde durch Santa Teresa. Die Polizei stand am Abzweig zum Capo Testa und verwehrte jedem Womo die Zufahrt zum Cap.
Der Blick ĂŒber das Meer und evtl. bis nach Korsika blieb uns verwehrt. SCHADE!
Ein FuĂmarsch ĂŒber mehrere Kilometer war uns doch etwas zu beschwerlich bei der Mittagshitze.
ZurĂŒck gings dann mit dem Camper immer die KĂŒstenstraĂe entlang; mit vielen schönen Ausblicken.Â
Vorher hielten wir noch an diesem Parkplatz nahe Capo Testa an, den man erst ĂŒber eine leidlich befahrene Sandpiste erreicht. Wollten schon umdrehen, doch dann kam dieser Platz zum Vorschein. Wir machten einen Spaziergang zum Strand und genossen den Ausblick vom Kiosk bei einem KĂ€ffchen.
NAVI Daten: N 41.18054, O 9.17523
Hier der Strand zu FuĂ einige Meter " La Liccia"
Costa Paradiso - die Roten FelswÀnde
Es ist eine riesige "aufgerĂ€umte" Ferienhaussiedlung. Durch eine offene Schranke, die von einem Wachmann beobachtet wird, gelangt man in Serpentinen zur KĂŒste hinab.
Der Anblick runter ist traumhaft (auch der Blick nach oben). Die Bilder sind leider etwas verregnet, denn ein dunkles Gewitter zog (endlich!) auf.
Man hat diesen Kontrast vor Augen:
- zwischen dem blauen Meer, den braunen Bungalows, die auf bzw. an den FelswÀnden kleben und dann ringsherum die bizarren Roten Klippen!
Tempio PausanaÂ
Das StÀdtchen liegt am Fuà des höchsten Bergmassivs von Nordsardinien, dem Monte Limbara. Leider sind wir nur durchgerollt, weil das Gewitter den Höhepunkt erreichte.
Bilder konnte ich deshalb auch keine machen.
Das Dorf Aggius und "Valle di Luna"

Die eigentliche Hauptattraktion ist die Hochebene Â
"Valle di luna" - Tal des Mondes - !
Die Fahrt ist sehr abwechslungsreich und man ist in dieser grĂŒnen Weite mit den haushohen Findlingen ganz alleine.
(Es hatte aufgehört zu regnen.)
Diese Granitfelsen entstanden wÀhrend der Eiszeit. Kaum vorstellbar, welche KrÀfte da gewirkt haben.
Bulzi -Â Â Eine romanische KircheÂ
Auf dem Weg nach Sedini in Richtung Castelsardo fuhren wir an dieser hĂŒbschen Kirche vorbei, die aus demÂ
11. Jh. stammt.
Sie ist aus weiĂem Kalkstein und rotbraunen Trachyt gebaut und deshalb sind diese Zebrastreifen entstanden.
Hier oben im Bild noch die typische Weite, die es auch zu sehen gibt.Â
Die StraĂen sind völlig verkehrsarm im Hinterland und weil es schon ziemlich spĂ€t war, suchten wir uns einen Ăbernachtungsplatz in dem Dorf Bulzi.
Zwei PlÀtze standen zur Auswahl:
Navi Daten:
Kirche: N 40.835573,
O 8.83792
Ort Bulzi: N 40.8436, 8.83792
Wir nehmen den Platz am Ortsrand, beenden beim Â
einsetzenden Regen den Abend im Womo und genieĂen die AbkĂŒhlung!
đ
1. September
Der Nordwesten
Sedeni - Felsenhaus, Roccia dell Elefante,Â
Castelsardo, Stintino & Spiaggia della Pelosa,
Capo Falcone
Sedeni - das Felsenhaus
Die Fernsichten wÀhrend der Fahrt:

Die StraĂe von Sedeni bis in die KĂŒstenebene ist kurvenreich, aber landschaftlich sehr schön, teilweise mit Blick auf das Meer.Â
Roccia dell' Elefante
Von oder nach Castelsardo kommt man an dieser "Felsverwitterung" vorbei, dessen Umrisse aussehen, wie ein Elefant. Er liegt an der S 134 und dort bieten HĂ€ndler ihre Produkte an.
Wenn man ein StĂŒckchen die StraĂe entlanggeht, kommt man auf einen wunderhĂŒbsch angelegten Wanderweg.Â
An dessen Ende befindet sich ein PicknickgelÀnde mit einem Brunnen.
Dieser Spaziergang hat nicht nur uns, sondern auch Sweety gefallen.
Dann rollten wir weiter in Richtung Meer.
Castelsardo
Die Stadt Castelsardo trohnt malerisch auf einem ins Meer vorspringenden Felsen.Â
Wir wollten eigentlich soweit wie möglich zur Altstadt mit dem oben liegenden Castell heranfahren. Aber die Parkmöglichkeiten sind gleich Null. Nur mit GlĂŒck fanden wir eine LĂŒcke (im gegenĂŒberliegenden Stadtteil), aber dafĂŒr mit diesem tollen Blick auf das ganze Ensemble!
Wir haben uns Zeit gelassen und in der NĂ€he Mittag gegessen. Denn Lust, einen schweiĂtreibenden FuĂmarsch ĂŒber mehrere Kilometer bis vor die Tore der Altstadt zu laufen, hatten wir nicht.Â
Schade, eine Touri-Bahn fÀhrt dort nicht hin.
Stintino & Spiaggia della Pelosa
Und weil es noch frĂŒh am Nachmittag war, haben wir uns das kleine FischerstĂ€dtchen Stintino ausgesucht.Â
Es liegt auf einer Landzunge ganz nordöstlich zwischen zwei Buchten. Auch hier war es schwierig, eine ParklĂŒcke zu finden, was uns dann doch noch gelang. Denn wir wollten uns den berĂŒhmten StrandÂ
Spiaggia la PelosÂ
(die Haarige)Â ansehen.
Dieser Strand dient oft als Kulisse fĂŒr Werbeaufnahmen, weil er ein SĂŒdseeflair ausstrahlt. Mittendrin liegt dann noch ein malerischer Sarazenen-Turm.Â
Einfach nur schön!
AnschlieĂend sind wir bis zum Cap Falcone weitergefahren und haben dort noch einmal den Rundumblick genossen.
Wieder haben wir einen ganz idyllischen Platz ĂŒberÂ
Park4night gefunden, den wir jetzt zum Abbaden und Abendessen angefahren sind. Er liegt an einer ganz kleinen Bucht bei Stintino.Â
Man fĂ€hrt eine schmale EinbahnstraĂe parallel zu einemÂ
FuĂ- und Radfahrweg lang.Â
In der Bucht ist Platz fĂŒr ca. drei - vier Womos.Â
Am Tag parken hier die PKW der Badelustigen.
Navi-Daten: N 40.930855, O 8.226972
Neben uns steht ein italienisches Womo.
Hier beenden wir nun diesen Tag mit Wellenrauschen.
đ
2. September
Der Nordwesten
Sassarie (zweitwichtigste Stadt)Â
Kirche des BenediktinerklostersÂ
"San Pietro di SĂłrres"
Nuraghe Santu AntineÂ
Der nuragische Palast
Fahrt ĂŒber Villanova MonteleoneÂ
bis Alghero
đ
Ăbernachtung bei Stintino
Das ist der einstige Fischerort Stintino, der allerdings sehr touristisch geprĂ€gt ist und durch den wir heute frĂŒh durchgefahren sind.
Ca. 500 m vom Ort entfernt lag unser Ăbernachtungsplatz an der kleinen Bucht.
Die Stadt Sassari
Lt. ReisefĂŒhrer sehenswert, diese UniversitĂ€tsstadt, fĂŒr uns jedoch nicht, jedenfalls nicht die Altstadt.
Der Verkehr ist ein Stressfaktor und die Parkplatzsituation auch. Wir hatten dann GlĂŒck und standen einige Meter von der Kirche "St. Mary Bethlem" an der Piazza Santa Maria.
Ich war jedoch sehr enttĂ€uscht, als ich beim Aussteigen (und das in NĂ€he der Kirche!) diesen MĂŒll liegen sah. Wir sind dann noch ein paar StraĂen der "Altstadt" abgelaufen und kehrten wenig spĂ€ter um. (Kein Kommentar)
Die Klosterkirche San Pietro di SĂłrres
undÂ
die Nuraghe Santu Antine
Wir sind von SĂĄssari in sĂŒdöstlicher Richtung durch eine HĂŒgellandschaft gefahren, um die romanisch-pisanischen Kirchen und die Nuraghen zu besichtigen.Â
Diese Kirche San Pietro di Sorres samt Kloster steht auf einem HĂŒgel nahe dem Dorf Borutta und ist ein Zeugnis pisanischer Baukunst. Die Fassade ist aus hellem Kalkstein und schwarzem Trachyt.Â
Navi Daten: N 40.51967, O 8.74797
Sehr beeindruckend!
Dort auf dem Parkplatz mit kleinem Innenhof und tollem Ausblick haben wir eine richtig lange Mittagspause gemacht.
Es war sooo schön erfrischend dort oben und eine Stille!!
Auf unserem Weg durch das Valle dei Nuraghi (Tal der Kirchen) lag der gröĂte Nuraghi-Komplex,Â
die Santu Antine - Der Palast.Â
Navi Daten:Â N 40.488049, O 8.771222
Die Entstehungszeit war vermutlich um 1500 v. Chr.!Â
Wir haben das erste Mal eine Nuraghi von auĂen und innen in dieser Form besichtigt. Und ich muss sagen, die 6,00 Euro Eintritt pro Person haben wir gerne bezahlt, denn sie ist schon sehr beeindruckend.Â
Vor allem kann man sich die Innen-GröĂe nicht vorstellen, wenn man drauĂen steht. (100 qm)
Und man fragt sich, wie man ohne Berechnungen so etwas bauen konnte - und es steht immer noch!Â
Der Innenhof und die GĂ€nge vom Mittelturm zu denÂ
einzelnen EcktĂŒrmen. Mehr Infos im Internet.
So, nun hatten wir Hunger, unser Brot war alle. Wir kamen auf unserer gebirgigen Weiterfahrt in Richtung Meer (SS 292) durch Villanova Monteleone, der einzige Ort weit und breit.
Mittlerweile war es kurz vor fĂŒnf.
In drei "Tante Emma-LĂ€dchen" haben wir keine Scheibe Brot bekommen, erst am Ortssausgang gab es in einem etwas gröĂeren Markt das Brot. AuĂer mehreren Bars mit dem obligatorischen Espresso sahen wir auch keine GaststĂ€tte. Nun gut, wir hatten GlĂŒck, das Abendbrot war gesichert.
Das war Villa Nova M., recht hĂŒbsch, aber die Bewohner kaufen wohl alles in Alghero ein. Unser Weg fĂŒhrt uns nun noch einige wenige Kilometer immer hinunter zum Meer. Die Fahrt ist echt toll; und die Aussichten erinnern uns an die Panorama-StraĂen auf Korsika.
Wir haben uns wieder einmal einen schönen Platz am Meer in einer kleinen Sandbucht ĂŒber "Park4night" ausgesucht und werden mit einem traumhaften Abendbrot-Blick belohnt. Neben uns stehen zwei Womos, sogar aus Spanien..
Es sind ca. 10 km bis Alghero.
đ
3. September
Guten Morgen - einstimmiger Beschluss:Â
Wir bleiben heute hier! Keine Probleme mit dem Freistehen, so die Aussage der anderen. Am Tag kostet es 10,00 Euro, nachts frei. Wasserhahn ist vorhanden. Wir sind jetzt 10 km sĂŒdlich vor Algehero an der SP 105 direkt am Meer.
Navi Daten: N 40.49458, O 8.37141
Die Nacht war ruhig, nur das Meer rauschte.
AuĂer ĂŒber FrĂŒhstĂŒck, Mittag, Kaffee, Abendbrot und Baden gibt es heute nichts zu berichten.
Es ist ein solch schönes PlÀtzchen. Wir haben diesen Tag genossen!
Hier ein par Bilder :
đ
4. September
Der Nordwesten
Die Grotta di Nettuno, Die Bucht Porto Conte,
Das Capo Caccia, Die Stadt Alghero
Wir haben uns heute vorgenommen eines der spektakulÀrsten Naturschauspiele im Norden von Sardinien zu besuchen und zwar die Neptunsgrotte und die Klippen vom Capo Cåccia.
Nach dem FrĂŒhstĂŒck verlassen wir nun unseren Ăbernachtungsplatz mit der Gewissheit, dass wir heute Abend nach dem Besichtigungstag wieder hierher zurĂŒckrollen.
Zuerst fahren wir in Richtung Alghero. Von dort starten Ausflugsboote, die um das Capo Caccia herum direkt zum Eingang der Höhle fahren.
Aber Edwin wollte die steinernde Treppe laufen -Â
und zwar die "Ziegenstiege" bzw. "Rehleiter", wie sie genannt wird.
Das sind 654 Stufen hinunter und 654 Stufen wieder hoch,
mit einem Höhenunterschied von 110 Meter.Â
Nun gut, soll er. Ich laufe nicht, das ist mir zu schwindelerregend - aber der Hauptgrund ist Sweety.Â
Sweety darf eh' nicht in die Grotte und laufen kann sie die Stufen auch nicht. Wir zwei mit dem Boot? Geht auch nicht, wo soll sie bleiben bei den Massen von Touris. Und im Womo bei ĂŒber dreiĂig Grad lassen, schon gar nicht.
Wir trennen uns. Ich schaue mir unterdessen das grandiose Capo Caccia an.Â
Beides liegt an der gleichen StraĂe, das ist schon mal gut!


Das war das erste Mal, dass wir uns zweigeteilt haben und so hatten wir viel zu erzĂ€hlen.Â
Unseren Kastenwagen parkten wir morgens gleich an der PanoramastraĂe am Kap und blieben eine ganze Weile nach dem Erlebten dort stehen, um was zu essen.Â
Es war wieder sagenhaft heiĂ, zum GlĂŒck wehte ein leichter Wind. Eine anschlieĂende Tasse Kaffee und ein paar Infos ĂŒber das nĂ€chste Ziel - und nun hatten wir schon wieder Lust auf einen Stadtbummel!
Mittlerweile war es Nachmittag und nicht mehr ganz so heiĂ. Zur Stadt ist es nur ein kurzes StĂŒckchen.
Die Altstadt von Alghero liegt malerisch auf einer Landzunge und ist katalanisch geprĂ€gt. Die Befestigungsanlagen mit den TĂŒrmchen und die vielen engen Gassen verzauberten uns.Â
Dort angekommen, wehte ein kĂŒhles LĂŒftchen und in den Gassen war es schön schattig. Das Bummeln machte echt SpaĂ. Â
Es ist wirklich eine sehenswerte Stadt!
Wir wurden nicht enttÀuscht, aber seht selber, die Bilder sagen mehr, als Worte.
Der asphaltierte Parkplatz, auf dem wir unseren Kastenwagen abgestellt haben, befindet sich gegenĂŒber der Marina und ist ziemlich groĂ. Die Ordner fuhren auch Kontrolle, denn er ist gebĂŒhrenpflichtig.Â
(Danke fĂŒr das informative GesprĂ€ch auf dem Parkplatz! von Camper zu Camper! Falls ihr es lest. Wir passen ab jetzt noch mehr auf!)
Unsere FĂŒĂe (und Sweety) freuten sich, als wir wieder zurĂŒck am Womo waren und so fuhren wir die ca. Zehn km zu "unserem" Ăbernachtungsplatz von heute frĂŒh.
Als wir ankamen, war noch Zeit, um ins Wasser "zu springen". AnschlieĂend genossen wir den Rundumblick von der Picknickwiese. (Bild unten)
Eine nette Plauderei mit einem jungen reisefreudigen Paar war ein schöner Abschluss des heutigen Tages.Â
(Herzliche GrĂŒĂe an euch, lebt euren Traum und immer neugierig bleiben!)
đ
5. September
Der Westen
Die KĂŒstenstraĂe SP 105 /SP 49 von Alghero bis Bosa,
Stadtrundgang Bosa, Ăbernachtungsplatz Bosa Marina
Ein bisschen Wehmut schwingt schon mit, denn dieser Platz war mit Abstand der beste, den wir hatten. Wasser war vor Ort und vor allem wurde alles sauber gehalten und gepflegt. Aber wir wollen ja noch einiges von Sardinien sehen und sagen nun heute morgen TschĂŒĂ.
Die Panorama-KĂŒstenstraĂe von Alghero nach Bosa (42 km lang) ist wirklich ein Traum.Â
Sie schlĂ€ngelt sich kurvenreich immer höher in die KĂŒstenklippen hinauf und ĂŒber sie hinweg.Â
Fast so schön, wie auf Korsika!
Ab und zu hielten wir an, wenn eine etwas weniger vermĂŒllte Parkbucht es erlaubte; und ich musste mich bremsen beim Fotografieren, so schöne Motive waren es. Wir fuhren an einem Restaurant mit Stellplatzangebot/Entsorgung in dieser einsamen "Klippenwelt" vorbei. Das Angebot fĂŒr die Entsorgung (5,00 Euro) nahmen wir wahr.Â
Dort am Capo Marargiu war die Sicht besonders spektakulÀr. Doch leider war der Stellplatz nicht sehr einladend. Nicht wegen der Naturbelassenheit, sondern weil er rumpelig und vermölt war. Weiter ging es die schöne Strecke entlang und so kamen wir dann bald zu unserem heutigen Ziel.
Die Stadt Bosa
Ja, das heutige Ziel war die Stadt Bosa.
Dort fuhren wir einen Parkplatz kurz vor der FuĂgĂ€ngerbrĂŒcke an und spazierten der an der zum Teil noch mit Palmen gesĂ€umten UferstraĂe in die sehr sehenswerte mittelalterliche Stadt. Es war nicht voll, weil wir den Rundgang am Vormittag machten.
Wir haben uns treiben lassen und weil die Mittagshitze dann wieder zunahm, sind wir auch nicht zum Castello hoch gewandert. Die Touribahn fuhr gerade nicht. Sie machte auch "Siesta". Das Castellano Malaspina trohnt hoch ĂŒber der Stadt. Sicher hĂ€tten mich die Fresken, die aus dem 14. Jh. stammen, interessiert, aber alles muss man nicht gesehen haben.Â
Also ging es zum Parkplatz zurĂŒck. Wir fuhren zu unserem Stellplatz nur ein paar Kilometer, quasi um die Ecke, nachÂ
Bosa Marina.
Dort gibt es diesen groĂen Platz mit Blick auf das Meer und den malerischen Sarazenen-Turm.
AuĂer uns waren schon mehrere Womos dort und wir verbrachten am brausenden Meer einen erfrischenden restlichen Tag.
Und blieben auch die Nacht. Die Polizei fuhr Streife, es gibt keine Probleme, solange "nur" geparkt wird.
Navi Daten: N 40.28463, E 8.48332
6. September
Cuglerie & Santa Maria della Neve, San Leonarddo de
Siete Fuéntes, Spiaggia di Is Arutas (Stellplatz Halbinsel Sinis)
In der Nacht hat es ganz schön aufgefrischt und wir sind vom Pfeifen des Windes frĂŒh geweckt worden. Der Himmel ist zwar wolkenlos, aber es bleibt windig. Also, nach dem FrĂŒhstĂŒck steuern wir heute zwei Ziele an, auf die wir uns schon freuen.
Die Stadt Cuglieri
Zuerst fahren wir ein StĂŒckchen die reizvolle Strecke am Meer entlang, bevor es in die HĂ€nge desÂ
Monte Ferru nach Cuglieri geht.Â
Schon von weitem schimmert in der Ferne die silberne Kuppel der Kathedrale Santa Maria delle Neve aus dem 15. Jahrhundert.
Das StĂ€dtchen Cuglieri macht auf uns einen aufgerĂ€umten Eindruck. Ăberall gibt es MĂŒllbehĂ€lter und dementsprechend wenig liegt von dem Zeug umher.
Das Dorf ist ein wichtiger Produzent von hochwertigem Olivenöl. Wir haben uns ein wenig bevorratet.
Von der Kirche aus hat man bis zum Meer eigentlich eine grandiose Sicht, nur bei uns zogen leider ein paar Wolken auf.
San Leonardo de Siete FuĂšntes
Von hier ging unsere Fahrt ein paar Kilometer weiter. Wir möchten uns "Die sieben Quellen" im OrtÂ
San Leonardo de Siete FuĂ©ntes anschauen. Sie liegen in einem schattigen Hain und angrenzend gibt es einen schönen Picknickplatz mit viel Schatten.Â
Dem Quell-Wasser wird eine groĂe Heilwirkung zugeschrieben. Wir haben unsere Wasserflaschen natĂŒrlich auch gefĂŒllt.Â
Und am schönsten war, das man Grillen konnte. Ein paar Familien waren schon krĂ€ftig dabei und Edwin gesellte sich dazu. Mit HĂ€nden und FĂŒĂen entstand ein nettes GesprĂ€ch.
Durch den Parco Naturale ging die Fahrt nach dem "Mittagessen" weiter und unser Ziel zum Kaffee war dieÂ
Halbinsel Sinis - Der Strand von Arutas.
Teilweise rollten wir durch mit Korkeichen bewaldete Gebiete, was nicht immer auf Sadinien der Fall ist.
Und ganz nebenbei kamen wir an diesem Stein (oben links)Â vorbei, der als Wegweiser zu einem Wasserfall diente, den wir im Nachhinein auch auf der Karte fanden.
Der Weg war steil und teilweise mit hohen Steinstufen versehen und der Wasserfall hatte eine Höhe von 30 Meter. Er war recht schön anzusehen.
đ
Halbinsel SinisÂ
Wir rollten an Oristano vorbei und es ging einmal quer Richtung WestkĂŒste ĂŒber dieÂ
Halbinsel Sinis zu unserem Stellplatz bei den legendÀren ReiskornstrÀnden "Spiaggia di Is Arutas".
Es ist eine traumhafte Kulisse und die StrÀnde sind sehr naturbelassen.
Die riesigen wilden ParkflĂ€chen, die dieses Fleckchen einst zum Freistehermekka machten, gibt es nicht mehr. Es sind jetzt nur noch alphaltierte ParkflĂ€chen, auf die man bis 20.00 Uhr kostenpflichtig steht. Man darf aber in der Vor- und Nachsaison geduldet ĂŒbernachten - und das ist bis morgens 8.00 Uhr unentgeltlich. Danach bis 20,00 Euro ParkgebĂŒhren.
Nachdem wir den tollen Strand in dieser schönen Bucht vom Nachmittag bis zum Abend genossen haben, reihten wir uns ein, um mit den anderen die Nacht wieder am Meer zu verbringen.Â
Navi Daten: N 39.949734, E 8.40232
Auch hier gibt es Kontrollfahrten durch die Polizei (zur Sicherheit)? Wir haben gut geschlafen.
đ
7. und 8. September
Spiaggia di Torre Grande
Die Bilder oben waren jetzt zwei Tage unser Domizil!
SamstagfrĂŒh nach dem FrĂŒhstĂŒck verlassen wir den Ă.- Platz auf der Halbinsel Sinis, wo es nur das Meer und den tollen Strand gibt, sonst nichts weiter. Â
Zuerst war Einkaufen angesagt - Wochenende stand vor der TĂŒr.
Dann aber wieder so schnell wie möglich auf einen Platz ans Meer. Ja, das wollten wir bei diesem tollen Wetter.
Hier im Ort:Â Â
Marina di Torre Grande - NĂ€he Oristano - Bild oben!Â
fanden wir den Supermarkt, eine schöne mit Pinien gesĂ€umte Promenade und einen feinen breiten Sandstrand sowie CafĂ©s und Restaurant.Â
Das alles zum Samstag und Sonntag. Besser geht nicht.
AuĂerdem nicht von Touristen ĂŒberlaufen. Es ist vielmehr das Seebad der Einheimischen. Wie gesagt, Land und Leute kennenlernen.....
Wir richteten uns direkt am Meer hĂ€uslich ein. Es war ein erlaubter Stellplatz, der nicht kostenpflichtig ist. Viele Womos waren schon vor Ort.Â
Der Samstag war sehr schön.
Wir haben die Seele baumeln lassen, gekocht, Kuchen genascht usw. - und wir hatten nette GesprĂ€che mit Campern. So verging der Tag und der Abend.Â
Navi Daten: Spiaggia di Torre Grande
N 39.90808, E 8.5074
Nun zum Sonntag!
Ich bin angegriffen worden, man kann auch sagen, ich wurde ĂŒberfallen- und das hier auf diesem Platz!
Folgendes hat sich zugetragen:
Gegen 9.00 Uhr macht Edwin unser FrĂŒhstĂŒck mit Musik, Wellenrauschen, Wasserkesselpfeifen ......
Ich schaue freudig auf das tĂŒrkisfarbene Wasser und möchte ein Sonntagsbild machen. Ich nehme das Smartphone und entferne mich ca. 20 Meter vom Womo. Dann mache ich das Foto mit dem Meer und unserem Womo davor.Â
Plötzlich stĂŒrzt ein Mann auf mich zu, fasst mich an und reiĂt mir mit lauten Worten das Smartphone aus der Hand. Er will weglaufen. Ich halte ihn fest, so gut ich kann. Er drĂŒckt mich zu Boden, ich halte ihn weiter fest. Dann schreie ich laut nach meinem Mann. Ich weiĂ nicht, was ich tun kann, er hört mich nicht.Â
Jetzt schreie ich mehrmals das Wort Polizei. Und auf einmal wird der Mann unsicher und dreht sich um. Ich reiĂe ihm das Handy aus der Hand. In dem Moment, als ich das Wort Polizei schreie, werden vier mĂ€nnliche Jugendliche auf uns aufmerksam. Sie kommen mir zu Hilfe und halten den Mann fest. Ich laufe so schnell ich kann mit dem Handy zu unserem Womo - und Edwin hat nichts mitbekommen.
Ich bin natĂŒrlich geschockt. Noch nie habe ich so etwas erlebt. FĂŒnfzig Jahre sind wir Camper und es ist das erste Mal, dass uns jemand etwas stehlen wollte und mich dermaĂen attackiert hat.
Zwei italienische Familien, die dort Urlaub machen, haben sich sehr um mich gesorgt und sich fĂŒr diesen Landsmann entschuldigt. Ich sollte mit zu ihnen kommen, mich ausruhen. Sie baten eine Ărztin zu mir ins Womo zu kommen, die mir dann auch moralisch half.Â
DafĂŒr bin ich dankbar, aber die Angst hielt den ganzen Tag an. Wir fuhren von diesem Stellplatz weg und stellten uns auf einen hoteleigenen Platz am anderen Strandende.Â
Kurz nach dem Vorfall war von weiter weg ein altes Womo mit zwei MÀnnern darin (einer davon war der Typ) vorbeigefahren. Wir vermuten, die Typen hatten Angst vor der Polizei, die wir evtl. gerufen hÀtten und haben die Flucht ergriffen.
Der Vorfall wird uns noch einige Zeit beschÀftigen. Ich stelle ihn deshalb ins Netz, weil es unglaublich erscheint und doch die reine Wahrheit ist.
Das ist das Foto mit dem Womo von Sonntag frĂŒh.Â
Am Abend gab es zum Trost diesen schönen Himmel.
Zuerst wollte ich zur FĂ€hre und nach Hause fahren, aber was soll's, man kann nicht alle fĂŒr einen verantwortlich machen, auch wenn die Wut noch so groĂ ist. Ich hatte GlĂŒck, mir ist nichts passiert.
đ
9. und 10. September
Der SĂŒden/SĂŒdwesten
Das Naturschutzgebiet Costa Verde
Die unberĂŒhrte Costa Verde im SĂŒdwesten ist eines der wichtigsten Naturschutzgebiete Italiens. Und sie ist eines der abgelegensten Strandparadiese Sardiniens.
Wir sind rechtzeitig am Morgen ĂŒber die OrteÂ
Oristano - Guspini - Arbus die zuletzt gebirgige SS 126 direkt bis zum Strandparkplatz an der Spiaggia di Scivu gefahren.Â
Der Parkplatz liegt in der totalen Einsamkeit und man hat von hier einen wunderschönen Blick auf den paradisischen Strand.Â

Auf der Strecke hierher, ein StĂŒckchen hinter Oristano gab es eine Ver- und Entsorgungsmöglichkeit fĂŒr Camper, die wir angefahren sind. Navi Daten: 39.75694, 8.6491
Diese zwei Tage an der Costa Verde haben wir in vollen ZĂŒgen genossen. Ich bin wieder versöhnt......und was soll ich sagen:
Diese Traumlandschaft ist der Grund dafĂŒr.Â
Wir haben gebadet, sind gewandert, haben etwas campermĂ€Ăiges gekocht, auch etwas gefaulenzt und haben uns ganz nett mit unseren "Camper-Nachbarn" verplaudert.Â
Zwei NĂ€chte standen wir hier. Es ist erlaubt. Mit uns ĂŒbernachteten ca. 10 Womos.
Am Tag von 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr kostet das StehenÂ
10,00 Euro.
Die (sonnengewÀrmte) Dusche kostet 1,00 Euro und Toilette 50 Cent.
Navi Daten: N 39.49425,  E 8.41386Â
Und ganz nebenbei machte ich diese Aufnahmen. Ich konnte den Fotoapparat nicht aus der Hand legen, soooo schön ist dieses Paradies:
Oben rechts die V/E-Station! Â
Und rechts die Ausblicke ĂŒber die Landschaft bis hierher.
Und das sind einige Impressionen von den "Strandtagen" an der Costa Verde.
Das ist eine Traumbucht mit einem Bilderbuch-Strand!
Bei einem Spaziergang erlebten wir einen schönen Sonnenuntergang im Meer. Leider muà man immer Abschied nehmen, auch wenn es noch soooo schön ist.
đ
11. September
Der SĂŒden
Die KĂŒsten-Route von " Is Arenas/Scivu" an der Costa Verde bis "Fontanamare"Â
und weiter zum Inselbesuch "Isola di Sant' Antioco".
Wir hatten heute frĂŒh einen bewölkten Himmel. Da fĂ€llt das Abschied nehmen von der Costa Verde nicht so schwer.
Die Tour fĂŒhrt uns jetzt von den Bergen bis an die KĂŒste.Â
Sie windet sich in Serpentinen steil hinab - und wieder hinauf.
So geht das einige Kilometer immer an den Felsen entlang.
GroĂartige Ausblicke auf die imposante SteilkĂŒste, auf die Klippen und die Sandbuchten kann man erleben. Die Fahrt selber ist schon echt ein Erlebnis!!! Man ist fast alleine unterwegs.
Wir streifen den einen oder anderen Ort, machen Halt und laufen mit Sweety den menschenleeren Sandstrand entlang. Man könnte bestimmt ein paar Tage an der einen oder anderen Bucht die Seele baumeln lassen, doch wir möchten reisen, mehr sehen von Sardinien und deshalb rollen wir weiter.
Dann irgendwann standen wir am 3 km langen Damm zur Isola di Sant Antioco - und was sahen wir?Â
Ja, tatsÀchlich, in dem brackigen Lagunensee stolzierten einige Flamingo umher.
Schnell ein paar Bilder, bevor sie sich Ă€ngstlich davon machen, dachte ich. Aber sie lieĂen sich nicht stören.
Auf der Insel angekommen, fanden wir gleich einen Parkplatz am Hafen und schlenderten nach dem Mittagessen in die Altstadt.
San Antioco
Die Altstadt hat ein schönes Flair. Weil die GeschĂ€fte erst gegen fĂŒnf wieder geöffnet haben, war es recht entspannt. Die Kirche aus dem 6. Jh. wurde restauriert und war deshalb fĂŒr die Besucher geschlossen. Dadurch konnte man auch die unterirdischen GrĂ€ber und GĂ€nge leider nicht besichtigen.Â
Wir stehen noch in der Stadt am Kai mit tollem Blick aufs Wasser und werden nach dem "Essengehen" unseren Stellplatz hier um die Ecke anfahren. Jetzt ist hier richtig was los, alles was Beine hat, bummelt am Hafen entlang.
Navi Daten: Sant Antioco la Marina
N 39.06425, E 8.45931 10,00 Euro, Dusche und WC inklusive
(Wir sind da. Die Dusche war zeitlich nicht begrenzt und super heiĂes Wasser, alles picobello sauber)
Nachtrag:
Also, das muss ich jetzt noch schreiben. Haben soeben von unseren Camper-Nachbarn, die mit uns an der Costa Verde standen, dieses "Verfolger-Foto" von unserem Kastenwagen ĂŒber "jimdo.com" erhalten.Â
(Klein und ganz alleine.)
Das ist echt lustig! Lieben Dank an euch fĂŒr das Bild!Â
Tolle Aufnahme.
Kann sein, dass wir uns nochmal begegnen auf dieser Insel!
Oder nochmal voneinander hören - wer weiĂ!
Die Welt ist klein.
Geschlafen haben wir nach der heiĂen Dusche auch gut und als ich morgens aus der HecktĂŒr schaue, sehe ich doch diese Palme.